











INTERNATIONALE WOCHEN
GEGEN RASSISMUS
16. – 29. März 2026
Würzburg
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 16. bis 29. März 2026 statt.
Gemeinsam wollen wir auch in Würzburg wieder ein klares Zeichen setzen: für Solidarität, Vielfalt und gleiche Rechte für alle – gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung.
So erwartet Dich in diesem Jahr erneut eine Reihe spannender Veranstaltungen, in denen wir uns mit Rassismus auf vielfältige Art und Weise auseinandersetzen.
Dabei wollen wir Wissen und Erfahrungen Betroffener in den Mittelpunkt stellen und Räume schaffen, die Begegnung, Austausch und Empowerment ermöglichen.
Ob bei Film, Lesung, Theater oder Workshop: lerne neue Perspektiven kennen, bring Dich ein und erlebe, wie gemeinsamer Dialog echte Veränderung möglich macht.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden sind willkommen.
Für einige Veranstaltungen ist eine Voranmeldung erforderlich.
16.03. – 27.03.2026, 10:00 Uhr
Vorleseaktion: „Für Toleranz – gegen Rassismus“
Wir, die Omas gegen Rechts Würzburg, wollen Kinder Bücher zu den Themen Rassismus und Toleranz vorlesen.
Die Lesungen sollen Schwarze Kinder und Kinder of Colour empowern sowie weiße Kinder sensibilisieren, um gemeinsam solidarisch gegen Rassismus vorgehen zu können.
Die Vorleseaktion findet am 16.03., 18.03., 20.03., 23.03. 25.03. sowie am 27.03.2026 in der Johanniter-Kindertagestätte Weltentdecker statt. Die Vorleseaktion ist nicht öffentlich.
📍 Johanniter-Kindertagestätte Weltentdecker (Rottendorfer Str. 75, 97074 Würzburg)
Eine Veranstaltung der Omas gegen Rechts Würzburg.
16.03.2026, 20:00 Uhr
Film & Gespräch: „Moria Six“
Nach dem Brand, der im September 2020 das Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos vollständig zerstörte, kehrte eine bedrückende Stille ein – sowohl vor Ort als auch im öffentlichen Diskurs.
Die menschenrechtswidrigen Zustände in anderen Lagern an den europäischen Außengrenzen und die zahlreichen Pushbacks im Mittelmeer gerieten kaum noch in den Fokus der Öffentlichkeit.
Auch die Verhaftung von sechs Jugendlichen, die der Brandstiftung beschuldigt wurden, sorgte kaum für Aufsehen. Dabei werfen bereits die Umstände der Ermittlungen und der darauffolgende Strafprozess Fragen zur Vorgehensweise der griechischen Justiz auf.
Doch nicht nur das Verfahren, sondern auch die Geflüchtetenpolitik der EU rückt immer wieder in den kritischen Blickpunkt – ohne dabei die Aufmerksamkeit zu erhalten, die diese Themen verdienen.
Im Anschluss an den Film berichtet die Regisseurin Jennifer Mallmann in einem Saalgespräch über die Entstehung des Films, ihre Recherchen vor Ort und die aktuelle Situation der Betroffenen.
📍 Central im Bürgerbräu (Frankfurter Str. 87, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V. und der Seebrücke Wüzburg,
in Kooperation mit dem Central im Bürgerbräu.
17.03.2026, 15:00 – 16:30 Uhr
Alternative Stadttour: „Das ist die Stadt: Vielfalt, Migration & Erinnerung im Stadtraum“
Eine Stadt macht Geschichte und Gegenwart sichtbar in ihren Gebäuden, Orten und im Alltag der Menschen. Wer genau hinsieht, kann darin lesen, wie in einem Buch. „Das ist die Stadt!“ ist die Alternative zu klassischen Sightseeing-Touren: Wir verbinden das Kennenlernen Würzburgs mit Themen wie Vielfalt, Migration, globale Verflechtungen und Erinnerungskultur – und eröffnen damit auch Kenner:innen der Stadt neue Perspektiven auf den Stadtraum.
Mit überraschenden Beispielen schauen wir auf das, was oft übersehen wird: Wusstest Du, dass keine der Statuen auf der Alten Mainbrücke auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands geboren wurde? Oder dass der fränkische Bocksbeutel historische Verbindungen bis nach Persien hat?
Und manchmal steckt das Globale nicht im Denkmal, sondern im Alltag: in den Sprachen an Klingelschildern, in den Gerüchen und Gewürzen rund um Imbisse und Märkte, in Produkten im Supermarktregal – und in den Wegen, die Menschen, Wissen und Dinge bis nach Würzburg geführt haben.
So wird Stadtgeschichte als globale Geschichte erfahrbar – als Zusammenfließen von Wissen, Kulturen und Fertigkeiten aus der ganzen Welt.
Referent*innen: Stefan Lutz-Simon, Marton Meszaros
📍Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen (97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung der jugendbildungssttätte unterfranken.
18.03.2026, 18:00 Uhr
Kultur- und Vielfaltsfest: „WÜ-nite“
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus laden wir internationale Vereine Würzburgs ein, gemeinsam ein vielfältiges Kulturprogramm zu gestalten und so ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Kooperation zu setzen.
Das Programm wird am 18.03.2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr im Bertold-Hummel-Saal im Mozartareal zu sehen sein.
Die kulturelle Diversität unserer Stadt bereichert die Gesellschaft und ist unser Kapital für die Zukunft. Lasst uns das zusammen feiern!
📍 Bertold-Hummel-Saal, Mozartareal (Hofstraße 11, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung des Ausländer- und Integrationsbeirats der Stadt Würzburg.
18.03.2026, 19:00 Uhr
Lesung & Gespräch: „Umkämpftes Asyl: Vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart“
Die Auseinandersetzung um die Asylpolitik hat Deutschland seit jeher begleitet. Über die im Grundgesetz verankerte Formel „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ wurde stets heftig diskutiert. Nach der Wiedervereinigung gipfelten die Debatten 1993 in der Einschränkung des Asylrechts – gleichwohl blieben die Kontroversen bestehen.
Patrice G. Poutrus beschreibt in seinem Buch „Umkämpftes Asyl“, was die Debatte über die Jahrzehnte hinweg kennzeichnete. Bis heute, so Poutrus, spiegele die Anwendung des Asylrechts auch die jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Stimmungslagen wider.
Er sieht im Widerstreit zwischen Verfechter*innen einer liberalen und jenen einer restriktiven Asylpolitik eine Auseinandersetzung um die politische Kultur und das gesellschaftliche Selbstverständnis.
Patrice G. Poutrus ist promovierter Historiker und arbeitet derzeit als Programm-Direktor in der Amadeu Antonio Stiftung.
📍 Buchhandlung Knodt (Textorstraße 4, 97070 Würzburg)
📝 Anmeldung: +49 931 526 73 | info@knodt.de
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.,
in Kooperation mit der Buchhandlung Knodt.
20.03.2026, 10:00 – 13:00 Uhr
Online-Workshop: „Wer hat mich geprägt? – Sozialisation, Biografie und Zugehörigkeit“
Unser Leben entsteht nicht im luftleeren Raum: Familie, Sprache, Schule, soziale Herkunft, Religion, Aussehen, Geschlecht – all das prägt, wie wir uns selbst sehen und wie wir gesehen werden.
Gleichzeitig gibt es vieles, das nicht auf den ersten Blick sichtbar ist: Erfahrungen, Brüche, Zugehörigkeiten, Verluste, Momente von Mut – und das, was wir mit uns tragen, ohne es immer benennen zu können.
In diesem Online-Basismodul nähern wir uns dem Thema Sozialisation über Biografiearbeit: Die Teilnehmenden setzen sich mit der eigenen Geschichte auseinander und nehmen wahr, wie komplex ein ganzheitlicher Blick auf Menschen ist.
Dabei geht es um die Frage, welche „Puzzleteile“ unsere Biografien formen – und wie diese Prägungen in pädagogischen Kontexten (z. B. in der Arbeit mit jungen Menschen) wirksam werden können.
📍Online (via Zoom)
📝 Anmeldung (bis zum 15.03.2026): Hier geht's zum Anmeldeformular!
Eine Veranstaltung der jugendbildungssttätte unterfranken.
20.03.2026, 14:00 – 18:00 Uhr
Kreativ-Workshop: „NEIN! zur Bezahlkarte“
Seit Juli 2024 sind viele Geflüchtete von der diskriminierenden Bezahlkarte betroffen. Dabei ist diese mit massiven Einschränkungen verbunden: maximal 50,00 € Bargeld im Monat, Überweisungen nur auf Antrag, Zahlungen ausschließlich im eigenen Landkreis.
In der Praxis bedeutet das für Betroffene: massive Einschnitte in ihre Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und Bewegungsfreiheit.
Nach fast zwei Jahren Schikane, Diskriminierung und Kontrolle ist in der Öffentlichkeit kaum noch etwas von der Bezahlkarte zu hören. Viele wissen nichts davon, andere folgen der rassistischen Rhetorik der Bundesregierung.
Das wollen wir ändern: In einem Kreativ-Workshop gestalten wir Demo-Schilder, Sticker, Postkarten und anderes Protestmaterial – und bringen die Bezahlkarte so zurück in den öffentlichen Raum.
Dabei stellen wir die Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt. Durch das gemeinsame Gestalten wollen wir einen Ort schaffen, an dem alle lernen, aktiv sein können und willkommen sind!
📍 Kapitel 3 (Mainaustraße 50, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
20.03.2025, 17:00 Uhr
Newroz 2026: „Gemeinsam das Feuer der Hoffnung entfachen“
Laut der Erzählung von Kawa Hadad, einem legendären Schmied, steht das Feuer am 20. März für den Mut, sich gegen Unterdrückung zu erheben. Kawa entzündete die Flammen auf einem Berg, um das Ende der Tyrannei einzuläuten.
So begann das Newroz-Fest – ein Symbol für Freiheit, Erneuerung und den Sieg der Gerechtigkeit.
Auch heute lodert dieses Feuer weiter! In den Internationalen Wochen gegen Rassismus wollen wir es nutzen, um ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Ungleichheit zu setzen.
Gemeinsam entfachen wir das Feuer der Hoffnung – für eine Welt ohne Rassismus!
📍 Mainwiesen Zellerau (Mainaustraße 34, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von KAJIN – Kurdischer Kulturverein Würzburg.
21.03.2026, 15:00 Uhr
Zuckerfest: „Gemeinsam Feiern und Begegnen“
Wir laden Dich herzlich dazu ein, das Zuckerfest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan mit uns zu feiern!
Nach Wochen der Besinnung und des gemeinschaftlichen Fastens markiert das Zuckerfest den Übergang von einer Phase der inneren Einkehr hin zu einem Tag voller Freude, Dankbarkeit und des Zusammenhalts.
Im Rahmen unseres wöchentlich stattfindenden Welcome Cafés nehmen wir das Zuckerfest zum Anlass, Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Lebensrealitäten zusammen zu bringen.
Gemeinsam möchten wir an diesem Tag einen lebendigen Ort der Begegnung gestalten, in dem soziale Barrieren überwunden werden, neue Verbindungen entstehen und Gemeinschaft für alle Beteiligten spürbar wird.
Wenn auch Du Teil dieses besonderen Tages sein möchtest, melde Dich schnell an. Die Plätze sind sehr begrenzt!
📍Dert Ort wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
📝 Anmeldung (bis 19.03.2026): info@wuerzburg-solidarisch.de
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
22.03.2026, 14:00 Uhr
Demonstration: „Bewegungsfreiheit für alle – Gegen rassistische Migrationspolitik!“
Der Rechtsruck in Deutschland nimmt unaufhörlich zu: Anschläge auf Geflüchteten-Unterkünfte, Gewalttaten gegen migrantisierte Menschen, rassistische Hetze, online und auf der Straße.
Gleichzeitig verschärft sich die politische Situation für Geflüchtete dramatisch: illegale Pushbacks, Aussetzung des Familiennachzugs, immer mehr und brutalere Abschiebungen, die diskriminierende Bezahlkarte, Streichungen von Integrationskursen – die Liste ist lang.
Mit der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), die im Juni 2026 in Kraft treten soll, droht eine weitere beispiellose Verschärfung der europäischen Abschottungspolitik.
Angesichts dieser Entwicklungen braucht es eine starke, solidarische Zivilgesellschaft, die sich dieser Politik entgegenstellt. Deswegen lasst uns zusammen auf die Straße gehen und laut sein!
Gemeinsam fordern wir: uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für alle und ein Ende der rassistischen Migrationspolitik!
📍QR-Code-Platz (Eichhornstr. 8, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V. und der Seebrücke Wüzburg.
24.03.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Online-Workshop: „Strategietraining für Menschenrechte“
Herausfordernde Situationen entstehen oft plötzlich – im Alltag, im beruflichen Kontext, in Gruppenräumen. Viele Menschen kennen das Gefühl, in solchen Momenten sprachlos, wütend oder ohnmächtig zu sein.
Dieses Online-Strategietraining setzt genau dort an: Es stärkt die Fähigkeit, in herausfordernden Situationen nicht allein im Kopf zu bleiben, sondern handlungsfähig zu werden.
Ausgehend von eigenen Geschichten und Erfahrungen werden unterschiedliche Strategien für Menschenrechte betrachtet und erprobt – denn je nach Situation, Rolle, Kontext und Tagesform können Handlungsoptionen sehr verschieden aussehen.
Ziel ist, eine Bandbreite an Möglichkeiten kennenzulernen, um in diskriminierenden Momenten klarer reagieren und solidarisch handeln zu können.
Referent*innen: Anastazja Zydor, Stefan Lutz-Simon
📍Online (via Zoom)
📝 Anmeldung (bis zum 19.03.2026): Hier geht's zum Anmeldeformular!
Eine Veranstaltung der jugendbildungssttätte unterfranken.
24.03.2026, 19:00 Uhr
Interaktiver Vortrag: „Antirassistische Öffentlichkeitsarbeit für in Afrika tätige NGOs & Vereine“
Würzburg ist seit 60 Jahren mit Mwanza in Tansania partnerschaftlich verbunden. Darüber hinaus bestehen in Würzburg zahlreiche zivilgesellschaftliche, kirchliche und entwicklungspolitische Kooperationen mit dem ostafrikanischen Land sowie mit weiteren Ländern des sogenannten globalen Südens.
Diese vielfältigen Beziehungen bieten große Chancen – bringen jedoch auch Verantwortung mit sich, insbesondere in der Art und Weise, wie Menschen, Lebensrealitäten und Partnerschaften öffentlich dargestellt werden. Vor diesem Hintergrund richtet sich die Veranstaltung gezielt an NGOs, Vereine und Initiativen, die insbesondere in afrikanischen Kontexten tätig sind.
Ausgehend vom Anspruch einer unteilbaren, universellen Menschenwürde soll gemeinsam reflektiert werden, wie Öffentlichkeitsarbeit gestaltet sein kann, ohne koloniale Bilder, rassistische Zuschreibungen oder Hierarchien zu reproduzieren. Ziel des Abends ist es, Interessierte für eine dekoloniale und antirassistische Gestaltung von Öffentlichkeitsarbeit zu sensibilisieren.
In einem interaktiven Vortrag mit praktischen Übungsbeispielen sollen Impulse für die eigene Vereinsarbeit sowie für die Zusammenarbeit mit Partner*innen im globalen Süden gegeben werden.
📍Burkardushaus Würzburg (Koferenzraum 2; Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung von M.W.A.N.Z.A. e.V. und dem Weltladen Würzburg,
in Kooperation mit der Diözesanstelle Weltkirche und dem Eine Welt Forum Würzburg.
25.03.2026, 18:00 Uhr
Film & Gespräch: „Das Boot ist voll – und ganz gegen Rassismus“
Der Dokumentarfilm begleitet die migrantische Initiative „Karawane“ auf ihrer Deutschlandtour 1998. Migrant*innen reisten gemeinsam durch das Land, um abgelegene Lager zu besuchen, gegen den Umgang mit Geflüchteten zu protestieren und Betroffene zu stärken.
Im Wahljahr 1998 lautete ihr Motto: „Wir haben keine Wahl, aber eine Stimme!“ – und die Stimmen waren laut: bei Kundgebungen, vor Polizeistationen oder vor isolierten Geflüchteten-Unterkünften.
Der Film zeigt, wie stark die Selbstorganisation von geflüchteten Menschen 1998 in Deutschland war. Im anschließenden Gespräch diskutieren wir, wie wichtig diese auch heute noch ist, um sich gegen den Rechtsruck und diskriminierende Migrationsgesetze zu wehren.
Muna Abdi und Rex Osa, zwei erfahrene Aktivist*innen für Bewegungsfreiheit, werden hierzu ihre Erfahrungen mit uns teilen.
🎤 Die Veranstaltung findet auf Dari, Französisch, Englisch und Deutsch statt.
📍 Kapitel 3 (Mainaustraße 50, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
28.03.2026, 17:00 Uhr
Lesung & Musik: „Chamäleon“
Das Odysseus-Syndrom beschreibt einen Zustand von chronischem Stress, der entstehen kann, wenn Menschen unter starkem Druck migrieren: Unsicherheit, Einsamkeit, fehlende Unterstützung und der Zwang, im neuen Alltag zu „funktionieren“.
Oft hängt es eng mit dem Migrationsleid zusammen: dem inneren Trauerprozess, der nicht nur den Verlust eines Ortes umfasst, sondern auch andere Aspekte unserer Persönlichkeit, die uns prägen.
Mairén Tamar Hernandez stellt an diesem Abend ihr selbst illustriertes Buch „Chamäleon“ vor, das von Erfahrungen von Menschen erzählt, die außerhalb ihres Herkunftslandes leben – von Anpassung, inneren Widersprüchen und leisen, oft unsichtbaren emotionalen Kämpfen.
Begleitet wird der Vortrag wird von Musik und Kunst, die mit den Themen Migrationsleid, Abschied und Neubeginn verbunden sind – als Einladung zum Zuhören, Wiedererkennen und Austausch.
🎤 Die Veranstaltung findet auf Dari, Französisch, Englisch und Deutsch statt.
📍 Kapitel 3 (Mainaustraße 50, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
29.03.2026, 15:00 Uhr
Theater & Podium: „Tausend Geschichten, ein Leid“
Kabul, August 2021. Mitten in einem politischen Umbruch sind Frauen plötzlich in der Schule eingeschlossen. Die Straßen werden unsicher, ein Verlassen des Gebäudes ist unmöglich. Während draußen eine neue Realität entsteht, beginnen sie, ihre Erinnerungen zu teilen.
„Tausend Geschichten, ein Leid“ basiert auf realen Erlebnissen afghanischer Frauen und verbindet dokumentarische Elemente mit bewegungsorientiertem Theater und performativen Momenten.
Aus persönlichen Erfahrungen entsteht ein vielstimmiges Bühnenbild aus Erinnerungen, Gesten und Stimmen. Bilder, Bewegung, Licht und Sprache machen innere Erfahrungen sichtbar. Dokumentarische Fragmente und szenische Momente verschmelzen zu einer Erzählung über Verlust, das Frausein, Bildung, Angst und Hoffnung.
Im Anschluss an das Stück diskutieren die Regisseurin, Künstlerinnen und Expert*innen über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in Afghanistan seit 2021.
🎤 Die Veranstaltung findet auf Dari, Englisch und Deutsch statt.
📍 Theater Augenblick (Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.,
in Kooperation mit dem Theater Augenblick.

Wir bedanken uns bei unseren Förderer*innen und Partner*innen für ihr Vertrauen sowie die großzügige finanzielle Unterstützung:





INTERNATIONALE WOCHEN GEGEN RASSISMUS
16. – 29. März 2026
Würzburg
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 16. bis 29. März 2026 statt.
Gemeinsam wollen wir auch in Würzburg wieder ein klares Zeichen setzen: für Solidarität, Vielfalt und gleiche Rechte für alle – gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung.
So erwartet Dich in diesem Jahr erneut eine Reihe spannender Veranstaltungen, in denen wir uns mit Rassismus auf vielfältige Art und Weise auseinandersetzen.
Dabei wollen wir Wissen und Erfahrungen Betroffener in den Mittelpunkt stellen und Räume schaffen, die Begegnung, Austausch und Empowerment ermöglichen.
Ob bei Film, Lesung, Theater oder Workshop: lerne neue Perspektiven kennen, bring Dich ein und erlebe, wie gemeinsamer Dialog echte Veränderung möglich macht.
Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos. Spenden sind willkommen.
Für einige Veranstaltungen ist eine Voranmeldung erforderlich.
16.03. – 27.03.2026, 10:00 Uhr
Vorleseaktion: „Für Toleranz – gegen Rassismus“
Wir, die Omas gegen Rechts Würzburg, wollen Kinder Bücher zu den Themen Rassismus und Toleranz vorlesen.
Die Lesungen sollen Schwarze Kinder und Kinder of Colour empowern sowie weiße Kinder sensibilisieren, um gemeinsam solidarisch gegen Rassismus vorgehen zu können.
Die Vorleseaktion findet am 16.03., 18.03., 20.03., 23.03. 25.03. sowie am 27.03.2026 in der Johanniter-Kindertagestätte Weltentdecker statt. Die Vorleseaktion ist nicht öffentlich.
📍 Johanniter-Kindertagestätte Weltentdecker (Rottendorfer Str. 75, 97074 Würzburg)
Eine Veranstaltung der Omas gegen Rechts Würzburg.
16.03.2026, 20:00 Uhr
Film & Gespräch: „Moria Six“
Nach dem Brand, der im September 2020 das Geflüchtetenlager Moria auf Lesbos vollständig zerstörte, kehrte eine bedrückende Stille ein – sowohl vor Ort als auch im öffentlichen Diskurs.
Die menschenrechtswidrigen Zustände in anderen Lagern an den europäischen Außengrenzen und die zahlreichen Pushbacks im Mittelmeer gerieten kaum noch in den Fokus der Öffentlichkeit.
Auch die Verhaftung von sechs Jugendlichen, die der Brandstiftung beschuldigt wurden, sorgte kaum für Aufsehen. Dabei werfen bereits die Umstände der Ermittlungen und der darauffolgende Strafprozess Fragen zur Vorgehensweise der griechischen Justiz auf.
Doch nicht nur das Verfahren, sondern auch die Geflüchtetenpolitik der EU rückt immer wieder in den kritischen Blickpunkt – ohne dabei die Aufmerksamkeit zu erhalten, die diese Themen verdienen.
Im Anschluss an den Film berichtet die Regisseurin Jennifer Mallmann in einem Saalgespräch über die Entstehung des Films, ihre Recherchen vor Ort und die aktuelle Situation der Betroffenen.
📍 Central im Bürgerbräu (Frankfurter Str. 87, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V. und der Seebrücke Wüzburg, in Kooperation mit dem Central im Bürgerbräu.
17.03.2026, 15:00 – 16:30 Uhr
Alternative Stadttour: „Das ist die Stadt: Vielfalt, Migration & Erinnerung im Stadtraum“
Eine Stadt macht Geschichte und Gegenwart sichtbar in ihren Gebäuden, Orten und im Alltag der Menschen. Wer genau hinsieht, kann darin lesen, wie in einem Buch. „Das ist die Stadt!“ ist die Alternative zu klassischen Sightseeing-Touren: Wir verbinden das Kennenlernen Würzburgs mit Themen wie Vielfalt, Migration, globale Verflechtungen und Erinnerungskultur – und eröffnen damit auch Kenner:innen der Stadt neue Perspektiven auf den Stadtraum.
Mit überraschenden Beispielen schauen wir auf das, was oft übersehen wird: Wusstest Du, dass keine der Statuen auf der Alten Mainbrücke auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands geboren wurde? Oder dass der fränkische Bocksbeutel historische Verbindungen bis nach Persien hat?
Und manchmal steckt das Globale nicht im Denkmal, sondern im Alltag: in den Sprachen an Klingelschildern, in den Gerüchen und Gewürzen rund um Imbisse und Märkte, in Produkten im Supermarktregal – und in den Wegen, die Menschen, Wissen und Dinge bis nach Würzburg geführt haben.
So wird Stadtgeschichte als globale Geschichte erfahrbar – als Zusammenfließen von Wissen, Kulturen und Fertigkeiten aus der ganzen Welt.
Referent*innen: Stefan Lutz-Simon, Marton Meszaros
📍Treffpunkt: Vierröhrenbrunnen (97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung der jugendbildungssttätte unterfranken.
18.03.2026, 18:00 Uhr
Kultur- und Vielfaltsfest: „WÜ-nite“
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus laden wir internationale Vereine Würzburgs ein, gemeinsam ein vielfältiges Kulturprogramm zu gestalten und so ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Kooperation zu setzen.
Das Programm wird am 18.03.2026, von 18:00 bis 20:00 Uhr im Bertold-Hummel-Saal im Mozartareal zu sehen sein.
Die kulturelle Diversität unserer Stadt bereichert die Gesellschaft und ist unser Kapital für die Zukunft. Lasst uns das zusammen feiern!
📍 Bertold-Hummel-Saal, Mozartareal (Hofstraße 11, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung des Ausländer- und Integrationsbeirats der Stadt Würzburg.
18.03.2026, 19:00 Uhr
Lesung & Gespräch: „Umkämpftes Asyl: Vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart“
Die Auseinandersetzung um die Asylpolitik hat Deutschland seit jeher begleitet. Über die im Grundgesetz verankerte Formel „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ wurde stets heftig diskutiert. Nach der Wiedervereinigung gipfelten die Debatten 1993 in der Einschränkung des Asylrechts – gleichwohl blieben die Kontroversen bestehen.
Patrice G. Poutrus beschreibt in seinem Buch „Umkämpftes Asyl“, was die Debatte über die Jahrzehnte hinweg kennzeichnete. Bis heute, so Poutrus, spiegele die Anwendung des Asylrechts auch die jeweiligen politischen und gesellschaftlichen Stimmungslagen wider.
Er sieht im Widerstreit zwischen Verfechter*innen einer liberalen und jenen einer restriktiven Asylpolitik eine Auseinandersetzung um die politische Kultur und das gesellschaftliche Selbstverständnis.
Patrice G. Poutrus ist promovierter Historiker und arbeitet derzeit als Programm-Direktor in der Amadeu Antonio Stiftung.
📍 Buchhandlung Knodt (Textorstraße 4, 97070 Würzburg)
📝 Anmeldung: +49 931 526 73 | info@knodt.de
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V., in Kooperation mit der Buchhandlung Knodt.
20.03.2026, 10:00 – 13:00 Uhr
Online-Workshop: „Wer hat mich geprägt? – Sozialisation, Biografie und Zugehörigkeit“
Unser Leben entsteht nicht im luftleeren Raum: Familie, Sprache, Schule, soziale Herkunft, Religion, Aussehen, Geschlecht – all das prägt, wie wir uns selbst sehen und wie wir gesehen werden.
Gleichzeitig gibt es vieles, das nicht auf den ersten Blick sichtbar ist: Erfahrungen, Brüche, Zugehörigkeiten, Verluste, Momente von Mut – und das, was wir mit uns tragen, ohne es immer benennen zu können.
In diesem Online-Basismodul nähern wir uns dem Thema Sozialisation über Biografiearbeit: Die Teilnehmenden setzen sich mit der eigenen Geschichte auseinander und nehmen wahr, wie komplex ein ganzheitlicher Blick auf Menschen ist.
Dabei geht es um die Frage, welche „Puzzleteile“ unsere Biografien formen – und wie diese Prägungen in pädagogischen Kontexten (z. B. in der Arbeit mit jungen Menschen) wirksam werden können.
📍Online (via Zoom)
📝 Anmeldung (bis zum 15.03.2026): Hier geht's zum Anmeldeformular!
Eine Veranstaltung der jugendbildungssttätte unterfranken.
20.03.2026, 14:00 – 18:00 Uhr
Kreativ-Workshop: „NEIN! zur Bezahlkarte“
Seit Juli 2024 sind viele Geflüchtete von der diskriminierenden Bezahlkarte betroffen. Dabei ist diese mit massiven Einschränkungen verbunden: maximal 50,00 € Bargeld im Monat, Überweisungen nur auf Antrag, Zahlungen ausschließlich im eigenen Landkreis.
In der Praxis bedeutet das für Betroffene: massive Einschnitte in ihre Selbstbestimmung, gesellschaftliche Teilhabe und Bewegungsfreiheit.
Nach fast zwei Jahren Schikane, Diskriminierung und Kontrolle ist in der Öffentlichkeit kaum noch etwas von der Bezahlkarte zu hören. Viele wissen nichts davon, andere folgen der rassistischen Rhetorik der Bundesregierung.
Das wollen wir ändern: In einem Kreativ-Workshop gestalten wir Demo-Schilder, Sticker, Postkarten und anderes Protestmaterial – und bringen die Bezahlkarte so zurück in den öffentlichen Raum.
Dabei stellen wir die Erfahrungen der Betroffenen in den Mittelpunkt. Durch das gemeinsame Gestalten wollen wir einen Ort schaffen, an dem alle lernen, aktiv sein können und willkommen sind!
📍 Kapitel 3 (Mainaustraße 50, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
20.03.2025, 17:00 Uhr
Newroz 2026: „Gemeinsam das Feuer der Hoffnung entfachen“
Laut der Erzählung von Kawa Hadad, einem legendären Schmied, steht das Feuer am 20. März für den Mut, sich gegen Unterdrückung zu erheben. Kawa entzündete die Flammen auf einem Berg, um das Ende der Tyrannei einzuläuten.
So begann das Newroz-Fest – ein Symbol für Freiheit, Erneuerung und den Sieg der Gerechtigkeit.
Auch heute lodert dieses Feuer weiter! In den Internationalen Wochen gegen Rassismus wollen wir es nutzen, um ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Ungleichheit zu setzen.
Gemeinsam entfachen wir das Feuer der Hoffnung – für eine Welt ohne Rassismus!
📍 Mainwiesen Zellerau (Mainaustraße 34, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von KAJIN – Kurdischer Kulturverein Würzburg.
21.03.2026, 15:00 Uhr
Zuckerfest: „Gemeinsam Feiern und Begegnen“
Wir laden Dich herzlich dazu ein, das Zuckerfest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan mit uns zu feiern!
Nach Wochen der Besinnung und des gemeinschaftlichen Fastens markiert das Zuckerfest den Übergang von einer Phase der inneren Einkehr hin zu einem Tag voller Freude, Dankbarkeit und des Zusammenhalts.
Im Rahmen unseres wöchentlich stattfindenden Welcome Cafés nehmen wir das Zuckerfest zum Anlass, Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Lebensrealitäten zusammen zu bringen.
Gemeinsam möchten wir an diesem Tag einen lebendigen Ort der Begegnung gestalten, in dem soziale Barrieren überwunden werden, neue Verbindungen entstehen und Gemeinschaft für alle Beteiligten spürbar wird.
Wenn auch Du Teil dieses besonderen Tages sein möchtest, melde Dich schnell an. Die Plätze sind sehr begrenzt!
📍Der Ort wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
📝 Anmeldung (bis 19.03.2026): info@wuerzburg-solidarisch.de
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
22.03.2026, 14:00 Uhr
Demonstration: „Bewegungsfreiheit für alle – Gegen rassistische Migrationspolitik!“
Der Rechtsruck in Deutschland nimmt unaufhörlich zu: Anschläge auf Geflüchteten-Unterkünfte, Gewalttaten gegen migrantisierte Menschen, rassistische Hetze, online und auf der Straße.
Gleichzeitig verschärft sich die politische Situation für Geflüchtete dramatisch: illegale Pushbacks, Aussetzung des Familiennachzugs, immer mehr und brutalere Abschiebungen, die diskriminierende Bezahlkarte, Streichungen von Integrationskursen – die Liste ist lang.
Mit der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS), die im Juni 2026 in Kraft treten soll, droht eine weitere beispiellose Verschärfung der europäischen Abschottungspolitik.
Angesichts dieser Entwicklungen braucht es eine starke, solidarische Zivilgesellschaft, die sich dieser Politik entgegenstellt. Deswegen lasst uns zusammen auf die Straße gehen und laut sein!
Gemeinsam fordern wir: uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für alle und ein Ende der rassistischen Migrationspolitik!
📍QR-Code-Platz (Eichhornstr. 8, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V. und der Seebrücke Wüzburg.
24.03.2026, 15:00 – 18:00 Uhr
Online-Workshop: „Strategietraining für Menschenrechte“
Herausfordernde Situationen entstehen oft plötzlich – im Alltag, im beruflichen Kontext, in Gruppenräumen. Viele Menschen kennen das Gefühl, in solchen Momenten sprachlos, wütend oder ohnmächtig zu sein.
Dieses Online-Strategietraining setzt genau dort an: Es stärkt die Fähigkeit, in herausfordernden Situationen nicht allein im Kopf zu bleiben, sondern handlungsfähig zu werden.
Ausgehend von eigenen Geschichten und Erfahrungen werden unterschiedliche Strategien für Menschenrechte betrachtet und erprobt – denn je nach Situation, Rolle, Kontext und Tagesform können Handlungsoptionen sehr verschieden aussehen.
Ziel ist, eine Bandbreite an Möglichkeiten kennenzulernen, um in diskriminierenden Momenten klarer reagieren und solidarisch handeln zu können.
Referent*innen: Anastazja Zydor, Stefan Lutz-Simon
📍Online (via Zoom)
📝 Anmeldung (bis zum 19.03.2026): Hier geht's zum Anmeldeformular!
Eine Veranstaltung der jugendbildungssttätte unterfranken.
24.03.2026, 19:00 Uhr
Interaktiver Vortrag: „Antirassistische Öffentlichkeitsarbeit für in Afrika tätige NGOs & Vereine“
Würzburg ist seit 60 Jahren mit Mwanza in Tansania partnerschaftlich verbunden. Darüber hinaus bestehen in Würzburg zahlreiche zivilgesellschaftliche, kirchliche und entwicklungspolitische Kooperationen mit dem ostafrikanischen Land sowie mit weiteren Ländern des sogenannten globalen Südens.
Diese vielfältigen Beziehungen bieten große Chancen – bringen jedoch auch Verantwortung mit sich, insbesondere in der Art und Weise, wie Menschen, Lebensrealitäten und Partnerschaften öffentlich dargestellt werden. Vor diesem Hintergrund richtet sich die Veranstaltung gezielt an NGOs, Vereine und Initiativen, die insbesondere in afrikanischen Kontexten tätig sind.
Ausgehend vom Anspruch einer unteilbaren, universellen Menschenwürde soll gemeinsam reflektiert werden, wie Öffentlichkeitsarbeit gestaltet sein kann, ohne koloniale Bilder, rassistische Zuschreibungen oder Hierarchien zu reproduzieren. Ziel des Abends ist es, Interessierte für eine dekoloniale und antirassistische Gestaltung von Öffentlichkeitsarbeit zu sensibilisieren.
In einem interaktiven Vortrag mit praktischen Übungsbeispielen sollen Impulse für die eigene Vereinsarbeit sowie für die Zusammenarbeit mit Partner*innen im globalen Süden gegeben werden.
📍Burkardushaus Würzburg (Koferenzraum 2; Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg)
Eine Veranstaltung von M.W.A.N.Z.A. e.V. und dem Weltladen Würzburg, in Kooperation mit der Diözesanstelle Weltkirche und dem Eine Welt Forum Würzburg.
25.03.2026, 18:00 Uhr
Film & Gespräch: „Das Boot ist voll – und ganz gegen Rassismus“
Der Dokumentarfilm begleitet die migrantische Initiative „Karawane“ auf ihrer Deutschlandtour 1998. Migrant*innen reisten gemeinsam durch das Land, um abgelegene Lager zu besuchen, gegen den Umgang mit Geflüchteten zu protestieren und Betroffene zu stärken.
Im Wahljahr 1998 lautete ihr Motto: „Wir haben keine Wahl, aber eine Stimme!“ – und die Stimmen waren laut: bei Kundgebungen, vor Polizeistationen oder vor isolierten Geflüchteten-Unterkünften.
Der Film zeigt, wie stark die Selbstorganisation von geflüchteten Menschen 1998 in Deutschland war. Im anschließenden Gespräch diskutieren wir, wie wichtig diese auch heute noch ist, um sich gegen den Rechtsruck und diskriminierende Migrationsgesetze zu wehren.
Muna Abdi und Rex Osa, zwei erfahrene Aktivist*innen für Bewegungsfreiheit, werden hierzu ihre Erfahrungen mit uns teilen.
🎤 Die Veranstaltung findet auf Dari, Französisch, Englisch und Deutsch statt.
📍 Kapitel 3 (Mainaustraße 50, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
28.03.2026, 17:00 Uhr
Lesung & Musik: „Chamäleon“
Das Odysseus-Syndrom beschreibt einen Zustand von chronischem Stress, der entstehen kann, wenn Menschen unter starkem Druck migrieren: Unsicherheit, Einsamkeit, fehlende Unterstützung und der Zwang, im neuen Alltag zu „funktionieren“.
Oft hängt es eng mit dem Migrationsleid zusammen: dem inneren Trauerprozess, der nicht nur den Verlust eines Ortes umfasst, sondern auch andere Aspekte unserer Persönlichkeit, die uns prägen.
Mairén Tamar Hernandez stellt an diesem Abend ihr selbst illustriertes Buch „Chamäleon“ vor, das von Erfahrungen von Menschen erzählt, die außerhalb ihres Herkunftslandes leben – von Anpassung, inneren Widersprüchen und leisen, oft unsichtbaren emotionalen Kämpfen.
Begleitet wird der Vortrag wird von Musik und Kunst, die mit den Themen Migrationsleid, Abschied und Neubeginn verbunden sind – als Einladung zum Zuhören, Wiedererkennen und Austausch.
🎤 Die Veranstaltung findet auf Dari, Französisch, Englisch und Deutsch statt.
📍 Kapitel 3 (Mainaustraße 50, 97082 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V.
29.03.2026, 15:00 Uhr
Theater & Podium: „Tausend Geschichten, ein Leid“
Kabul, August 2021. Mitten in einem politischen Umbruch sind Frauen plötzlich in der Schule eingeschlossen. Die Straßen werden unsicher, ein Verlassen des Gebäudes ist unmöglich. Während draußen eine neue Realität entsteht, beginnen sie, ihre Erinnerungen zu teilen.
„Tausend Geschichten, ein Leid“ basiert auf realen Erlebnissen afghanischer Frauen und verbindet dokumentarische Elemente mit bewegungsorientiertem Theater und performativen Momenten.
Aus persönlichen Erfahrungen entsteht ein vielstimmiges Bühnenbild aus Erinnerungen, Gesten und Stimmen. Bilder, Bewegung, Licht und Sprache machen innere Erfahrungen sichtbar. Dokumentarische Fragmente und szenische Momente verschmelzen zu einer Erzählung über Verlust, das Frausein, Bildung, Angst und Hoffnung.
Im Anschluss an das Stück diskutieren die Regisseurin, Künstlerinnen und Expert*innen über die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in Afghanistan seit 2021.
🎤 Die Veranstaltung findet auf Dari, Englisch und Deutsch statt.
📍 Theater Augenblick (Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg)
Eine Veranstaltung von Würzburg Solidarisch e.V., in Kooperation mit dem Theater Augenblick.

Wir bedanken uns bei unseren Förderer*innen und Partner*innen für ihr Vertrauen sowie die großzügige finanzielle Unterstützung:






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